22 | Stefan Zweig

Stefan Zweig und Salzburg

1881 in Wien geboren, wächst er als Sohn eines erfolgreichen Textilunternehmers in einer Generation von Wiener Künstlern und Intellektuellen auf, die später als die Wiener Moderne bezeichnet werden wird: „Daß etwas Neues in der Kunst sich vorbereitete, etwas, das leidenschaftlicher, problematischer, versucherischer war, als unsere Eltern und unsere Umwelt befriedigt hatte, war das eigentliche Erlebnis unserer Jugendjahre.“ (Die Welt von Gestern)

Nicht nur seine Entwicklung als Schriftsteller im Wien der Jahrhundertwende beschreibt Zweig in seiner posthum erschienenen Autobiographie Die Welt von Gestern – diese „Erinnerungen eines Europäers“, wie der Untertitel lautet, wurden zum einzigartigen kulturhistorischen Panorama Österreichs und Europas, wie es Zweig kannte, vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg.

Salzburg, wo er von 1919 bis Anfang 1934 lebte, war für Zweig ein Ort der Vernetzung und Freundschaft mit Kollegen aus Kunst und Kultur, aber auch ein Ort, dem er aus politischen Gründen den Rücken kehren musste: „Alles in dieser Stadt, in diesem Land habe ich empfunden mit diesem ‚Nie wieder!‘, mit dem Bewußtsein, daß es ein Abschied war, der Abschied für immer.“ (Die Welt von Gestern)

Bevor Zweig als jüdischer Autor noch vor dem ‚Anschluss‘ Österreichs das Land verlässt, verlebt er in Salzburg produktive Jahre. So entstanden hier die historisch-biographischen Momentaufnahmen Sternstunden der Menschheit (1927) oder die Novelle Brief einer Unbekannten (1922). Der Druck durch die Nationalsozialisten und deren Einfluss auf Österreich gipfelte für den Schriftsteller in einer polizeilichen Hausdurchsuchung seines Hauses am Kapuzinerberg, die Zweig veranlasste, über London, New York, Argentinien und Paraguay nach Brasilien ins Exil zu gehen. 1933 wurden die Bücher Zweigs in Deutschland verbrannt, 1935 wird er in die Liste verbotener Autoren aufgenommen.

Im Exil entstanden neben seiner Autobiographie noch weitere Texte (z.B. Schachnovelle, 1942), doch litt Zweig sehr an der politischen Situation Europas. Im Februar 1942 nahmen sich er und seine Frau Charlotte in Petropolis bei Rio de Janeiro das Leben.

Salzburg und Stefan Zweig sind eng miteinander verbunden. Viele Jahre hat einer der bekanntesten Autoren der österreichischen Literatur des 20. Jahrhunderts hier gelebt, diese Stadt aber im Unfrieden verlassen. 1881 in Wien geboren, wächst er als Sohn eines erfolgreichen Textilunternehmers in einer Generation von Wiener Künstlern und Intellektuellen auf, die später als die Wiener Moderne bezeichnet werden wird: „Daß etwas Neues in der Kunst sich vorbereitete, etwas, das leidenschaftlicher, problematischer, versucherischer war, als unsere Eltern und unsere Umwelt befriedigt hatte, war das eigentliche Erlebnis unserer Jugendjahre.“ (Die Welt von Gestern)

Nicht nur seine Entwicklung als Schriftsteller im Wien der Jahrhundertwende beschreibt Zweig in seiner posthum erschienenen Autobiographie Die Welt von Gestern – diese „Erinnerungen eines Europäers“, wie der Untertitel lautet, wurden zum einzigartigen kulturhistorischen Panorama Österreichs und Europas, wie es Zweig kannte, vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg.

Salzburg, wo er von 1919 bis Anfang 1934 lebte, war für Zweig ein Ort der Vernetzung und Freundschaft mit Kollegen aus Kunst und Kultur, aber auch ein Ort, dem er aus politischen Gründen den Rücken kehren musste: „Alles in dieser Stadt, in diesem Land habe ich empfunden mit diesem ‚Nie wieder!‘, mit dem Bewußtsein, daß es ein Abschied war, der Abschied für immer.“ (Die Welt von Gestern)

Bevor Zweig als jüdischer Autor noch vor dem ‚Anschluss‘ Österreichs das Land verlässt, verlebt er in Salzburg produktive Jahre. So entstanden hier die historisch-biographischen Momentaufnahmen Sternstunden der Menschheit (1927) oder die Novelle Brief einer Unbekannten (1922). Der Druck durch die Nationalsozialisten und deren Einfluss auf Österreich gipfelte für den Schriftsteller in einer polizeilichen Hausdurchsuchung seines Hauses am Kapuzinerberg, die Zweig veranlasste, über London, New York, Argentinien und Paraguay nach Brasilien ins Exil zu gehen. 1933 wurden die Bücher Zweigs in Deutschland verbrannt, 1935 wird er in die Liste verbotener Autoren aufgenommen.

Im Exil entstanden neben seiner Autobiographie noch weitere Texte (z.B. Schachnovelle, 1942), doch litt Zweig sehr an der politischen Situation Europas. Im Februar 1942 nahmen sich er und seine Frau Charlotte in Petropolis bei Rio de Janeiro das Leben.

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