12 | Hansjörg Zauner

Hansjörg Zauner liest bei der Präsentation von SALZ 158 am Mittwoch, den 17. Dezember 2014, im Café 220 Grad in der Chiemseegasse 5 um 19 Uhr.
Außerdem lesen Margarita Fuchs und Rupprecht Mayer.

Hansjörg Zauner

„zerschneiden das sprechen“ hieß eine der ersten Veröffentlichungen von Hansjörg Zauner, und man kann diesen Titel durchaus als programmatisch für sein Schreiben ansehen. Das war 1989. Seither hat Hansjörg Zauner zahlreiche Bücher veröffentlicht und seine Gedichte auf Kassetten und CDs eingesprochen. Er ist als Herausgeber von Zeitschriften und Anthologien tätig und wurde mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet. „Eigenwillig“ ist ein Wort, das oft verwendet wird, um sein Schaffen zu charakterisieren. Immer wieder konstatieren Kritiker, Zauners Lyrik breche oder löse etwas auf, Gewohnheiten der Sprache und der Wahrnehmung. „Man kann hier nicht bequem auf sprachliche Konvention oder bloßes Erzählen vertrauen. Der Text geht an unsere Vorstellungsgrenzen“, sagte Wolfgang Straub in seiner Laudatio, als Zauner 2009 den Rauriser Förderungspreis erhielt. Hansjörg Zauner bewegt sich in verschiedenen Kunstrichtungen, er dreht Super-8-Filme, fotografiert, zeichnet und montiert. Immer wieder führt er die Genres in einem Werk zusammen. Der Droschl Verlag hat einige handgebundene Ausgaben gestaltet, bei denen den Gedichtbänden graphische Arbeiten des Künstlers beiliegen. Dieser Umgang mit verschiedenen Mitteln und Materialien spiegelt sich auch auf abstrakte Weise in den Gedichten. So schrieb Evelyne Polt-Heinzl anlässlich der letzten Publikation mit dem Titel „sie ist im lieblingssong mit skistöcken als lächeln hängengeblieben“ (Ritter Verlag 2013), es ließe sich „ eine handgeführte Wackelkamera in der Tradition der Dogma-Filme ausmachen […] dazu ein Hubschrauber, der sich in die Wortfelder hineinverbohrt, dabei alles zerwirbelt und so die Relativität unserer Wahrnehmungen freilegt […] alles ist hier – wie in den beigefügten bildkünstlerischen Arbeiten Zauners – wirbelig, torkelt, purzelt und dreht sich spiralig oder propellerartig.“

Hansjörg Zauner liest bei der Präsentation von SALZ 158 am Mittwoch, den 17. Dezember 2014 im Café 220 Grad in der Chiemseegasse 5 um 19 Uhr.

Außerdem lesen Margarita Fuchs und Rupprecht Mayer.

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