Über Projekt Ingeborg

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Über das Stadtgebiet von Salzburg (salzburg.pingeb.org) sind rund 70 knallgelbe Sticker verteilt, die digitale Inhalte von Kunstschaffenden aus Salzburg bereitstellen. Sie befinden sich an Haltestellen, im Eingangsbereich von Cafés, bei City-Lights, in Literatureinrichtungen und Geschäften.

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Das Projekt Ingeborg in Salzburg wird vom Literatur Netz Salzburg betreut.

Funktionsweise

Die Komplexität wird vor den NutzerInnen so gut wie möglich versteckt, die Anwendung soll einfach sein:

  1. NFC-Handy auflegen oder QR-Code scannen
  2. Auf der sich öffnenden mobilen Webseite erfährt man mehr über das Werk der Woche.
  3. Nach einem weiteren Klick können NutzerInnen das E-Book lesen oder das Musikstück anhören.

Die Funktionsweise ist auf den Stickern dargestellt.

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Zur Nutzung ist (je nach Smartphone) eine kostenlose Apps nötig, zu denen eine Hilfe-Seite mit Anleitungen führt. Eine Karte auf der Website sowie Apps für Android und iOS weisen den Weg zu der Sticker.

Ziele

Ziel ist es, Autorinnen und Autoren mit einem Bezug zu Salzburg mit Kostproben ihrer Arbeit in Salzburg verfügbar zu machen. Durch Links zu iTunes, Amazon sowie lokalen Buchhändlern (sobald diese mobil nutzbare Shops haben) will Projekt Ingeborg den Absatz digitaler Werke der teilnehmenden Kunstschaffenden fördern. Über Technik, die jeder hat, sollen mehr Menschen für Kunst aus der Region begeistert werden.

Partner

Das Projekt Pingeborg in Salzburg ist nur mit Hilfe von Partnern möglich:

Die Progress Werbung unterstützt uns durch die Zuerverfügungstellung und Betreuung von öffentlichen Werbeflächen. Vielen Dank.

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Woher kommt das Projekt Ingeborg?

Das Projekt Ingeborg wurde von Bruno Hautzenberger und Georg Holzer in Klagenfurt gestartet. Das Team möchte das Projekt nicht nur in Klagenfurt fortsetzen, sondern die Idee dahinter möglichst weit verbreiten. Junge Kunstschaffende sollen so überall einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

Ortsbezogen und spannend

Projekt Ingeborg startete am 2. Juli 2012 mit 70 gemeinfreie E-Books (Urheberrecht bereits ausgelaufen) an 70 verschiedenen Orten in Klagenfurt verbreitet. Seit 1. August 2012 sind auf den Stickern AutorInnen oder MusikerInnen jeweils für ein bis zwei Wochen vertreten.

Die Musikstreams und E-Book-Downloads (Ausschnitte) von Projekt Ingeborg stehen ausschließlich mobil zur Verfügung. Während pingeb.org anders nur eine von vielen Websites wäre, wird so ein aktiver Akt der NutzerIn vorausgesetzt, der das Entdecken von Kunst einer-seits mit Spaß verbindet und andererseits die Wert-schätzung am kostenlosen Werk erhöht.

Während Städte wie Klagenfurt oder Graz noch mit Stickern „versorgbar“ sind, ist dies in größeren Zentren nicht mehr der Fall. Weil wir auch hier wollen, dass NutzerInnen aktiv werden, arbeiten wir an einer Zugangstechnik, die Inhalte aufgrund des jeweiligen Ortes freischaltet. Man könnte dies mit Geocaching vergleichen – eine unter Technikfans verbreitete Art der Schnitzeljagd per GPS.

Bisherige Erfolge

Der Name ist eine Reminiszenz an Ingeborg Bachmann. Der Starttermin wurde bewusst rund um die Tage der Deutschsprachigen Literatur gewählt, da zu dieser Zeit Literatur erhöhte Aufmerksamkeit genießt. Projekt Ingeborg durfte heuer als offizieller Partner des ORF Kärnten alle Texte des Bachmannpreises 2013 in den öffentlichen Raum und somit näher an Kunstinteressierte bringen.

Im Vorjahr wurden wir von der Internet Privatstiftung Austria ausgezeichnet und mit einer Förderung von 10.000 Euro bedacht. Diese Mittel investieren wir in die Softwareentwicklung sowie in Projektstarts (Autofahrten, Sticker und NFC-Tags) in Graz und Villach.

Bis dato wurden in Klagenfurt 57 Kunstschaffende (inkl. der Autorinnen und Autoren des Bachmannpreises) vorgestellt. Im ersten Jahr verzeichneten wir in Klagenfurt über 3500 Abrufe von Inhalten der mobilen Website über die pingeb.org-Sticker.

Technische Umsetzung

Projekt Ingeborg setzt zu 100 Prozent auf OpenSource-Software, um die Hürden für mögliche Nachahmer so gering wie möglich zu halten. Zum Einsatz kommt das Content Management System WordPress mit einer von uns in hunderten Stunden entwickelten Erweiterung, dem pingeb.org-Plugin. Es ist frei verfügbar und erlaubt mitsamt der Dokumentation (online unter pep.pingeb.org) jedem, sein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen.

Zusätzlich bieten wir all jenen, die dies unter pingeb.org machen wollen, auch den Betrieb der Plattform an. Solche Gruppen (wie in Graz oder Villach) können sich voll auf das Vorstellen von Kunstschaffenden konzentrieren.

Die Sticker bestehen aus handelsüblichen Zweckform-Folien, die mittels Farblaserdrucker bedruckt werden. Hinter dem Sticker wird ein NFC-Tag (Funkchip mit Antenne, der ohne separate Stromversorgung auskommt) angebracht. NFC ist eine in Österreich (bei NXP in Gratkorn) entwickelte Technik zur drahtlosen Datenübertragung, die gerade in Android-Smartphones und Windows Phone-Handys ihren globalen Siegeszug antritt.

Zukunftsperspektiven

Wir arbeiten in unserer spärlich vorhanden Freizeit am Projekt und wollen es ausbauen und weiterentwickeln:

  • Weitere Städte: Wir möchten nicht nur die Motivation der unabhängigen Projektteams in Graz und Villach aufrechterhalten, sondern auch weitere Teams dazugewinnen. Echte Chancen sehen wir in Salzburg, Wien und Weimar. Lose Kontakte gab es immer wieder – unter anderem in Seattle, Berlin, Braunschweig, Zürich, Brügge und sogar Ghana. Es gibt schlichtweg keinen Grund, warum das Projekt nicht in jeder Stadt der Welt umgesetzt werden könnte.
  • Höhere Sichtbarkeit: Wir beginnen gerade, QR-Codes auf Kassenbons von Cafés, Bars und Shops zu bringen. Somit könnten wir die Zahl der pingeb.org-„Sticker“ von 120 auf mehrere Tausend erhöhen und Kunstschaffenden zu größerer Verbreitung verhelfen.
  • Eigene iPhone-Apps: Anfang Juli brachten wir die erste eigene Android-App in den Google Play Store. Es gibt zwar auch eine iOS-App, die auf Basis unserer Programmierschnittstelle von einem Dritt-Entwickler programmiert wurde. Bis Ende 2013 möchten wir eine auch eine eigene iPhone-App im Store haben.
  • Nutzererfahrung: Wir wollen die Nutzung vereinfachen. Dazu ist ein Relaunch der Website mit zeitgemäßem Design und erweiterter Funktionalität (z.B. E-Mail-Benachrichtigung über neue Kunstschaffende) geplant. Erster Prototyp: new.pingeb.org.
  • Und vieles mehr: Wir haben unendlich viele Ideen. Uns fehlt für vieles schlichtweg die Zeit und Geld.

Projektfinanzierung

Projekt Ingeborg ist ein Non-Profit-Projekt, das keinerlei kommerzielle Interessen (kein Verkauf, keine Anzeigen etc.) verfolgt. Die Projektkosten wurden bislang zur Gänze aus Eigenmitteln getragen. Eine Förderung der Internet Privatstiftung Austria (IPA) unterstützte die Entwicklung und Verbreitung der Webanwendung.

Technik

Aus Projekt Ingeborg ist ein Unternehmen hervorgegangen, das die Technik für die mobilen Entdeckungen liefert: die xamoom GmbH. xamoom verbindet Orte und Objekte aller Art mit dem Smartphone und ist daher für solche Projekte ideal geeignet.