29 | Hanna Sukare – Rauriser Literaturpreis 2016

Matthias und Adele, erwachsene Geschwister, lassen sich von ihrer religiösen Erziehung nichts anmerken. Die Beiden geben in ihrem Alltag vor, nichts mit ihren Eltern zu tun zu haben, doch ihre Kindheit, geprägt von Gewalt und Schweigen beschäftigt sie noch immer. Der Tod der Mutter wird für sie zur Zäsur. Matthias zieht sich zurück und für Adele beginnt eine Suche nach der eigenen Identität.

Neben einer Erzählerin berichten vier Frauen über Matthias Röhricht und seine Herkunftsfamilie. Sie weiten die Geschichte von Matthias und Adele zu einer Geschichte der Schmerzpunkte des 20. Jahrhunderts. Krieg, Rassismus, Flucht und Vertreibung melden sich in den Nachgeborenen in Form von Unruhe, seelischer Erstarrung oder Phantomschmerz. „Dem Roman, aus mehreren Perspektiven erzählt, ist eine Zwangsläufigkeit des Scheiterns und der Vergeblichkeit eingeschrieben. Ein ausgesprochen ungemütliches Debüt“ . (Anton Thuswaldner, Buchkultur)

Hanna Sukare, geb. 1957 in Freiburg im Breisgau, wuchs in der Breisgauer Bucht und in Heidelberg auf. Seit ihrer Jugend lebt sie meist in Wien. Sie studierte Germanistik, Rechtswissenschaften und Ethnologie. Seit 2001 ist sie als freie Autorin tätig. Zuletzt erschien „Staubzunge“ 2015 im Otto Müller Verlag.


Hanna Sukare erhält den Rauriser Literaturpreis bei der Eröffnung der Rauriser Literaturtage am Mittwoch, 30. 3. 2016 im Rauris.
Am 23. 2. 2016 liest Hanna Sukare schon auf Einladung des Literaturforums Leselampe um 19.30 Uhr im Literaturhaus Salzburg. Moderation: Anton Thuswaldner


 

Rupertus Buchhandlung

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