16 | Birgit Birnbacher

„Erst wenn man räumlich maximal davon entfernt ist, sieht man, wo man herkommt“: Herkunft, Familie und die Frage nach Zugehörigkeit bilden nicht nur den Kern des neuesten Textes von Birgit Birnbacher, „Ein Badewasserrest“ (ersch. in SALZ 159). Die maximale Entfernung von einer Familie verhandelt sie schon in ihrem Prosastück „winterhart“ (2014 ersch. in der Anthologie „X“ der Salzburger Zeitschrift mosaik im Verlag Neuen Leben). Eine dreiundreißigjährige Frau verliert ihr ungeborenes Kind, der beengte Raum des Badezimmers als der Ort, an dem die Unmöglichkeit des Glücks die Ich-Erzählerin bedrängt: „nur ich allein auf dem klo und die gewissheit. dass das geht, dass das auf einmal weg ist. vielleicht hab ich zu fest gedrückt. mein glück zu fest gefasst, denk ich.“ In „Ein Badewasserrest“ wird das Badezimmer zur motivischen Keimzelle einer familiären Bedrängung: Dem „Gefühl der Gefühllosigkeit“ zu entkommen, das die schwerkranke Mutter das erkaltete Badewasser ignorieren lässt, „nicht selbst zu etwas Gefühllosem zu werden“, sei das Bestreben der Protagonistin, so die Autorin. In den verdichteten Bildsequenzen der (möglichen) Erinnerung an Kindheit und Jugend erstellt Birnbacher das Protokoll der Geschichte einer jungen Frau inmitten oder auch außerhalb ihrer Familie. Am Ende dieser Geschichte bleibt die Frage nach den Grenzen oder der Bedingtheit des Glücks, das im Text nur kurz aufstrahlt oder hinter „farbintensivierende[n] Folie[n]“ als unwirklich erscheint: „Es ist ja in Wirklichkeit nicht erlaubt, so glücklich zu sein, vielleicht froh, ja das geht.“ (Angelika Reitzer, Taghelle Gegend)
Birgit Birnbacher studiert Soziologie in Salzburg und ist diplomierte Behindertenpädagogin, sie ist 1985 in Schwarzach geboren.

15 | O. P. Zier

O. P. Zier ist ein vielseitiger Autor. Schon früh beginnt er mit künstlerischen Arbeiten, in der Ö3-musicbox und mit einer Veröffentlichung in den „manuskripten“ im Alter von 17 Jahren. Seit 1979 ist er freischaffender Autor.

Seit ein paar Wochen liegt sein neuer Roman „Komplizen des Glücks“ (Residenz Verlag) vor – „ein Familienroman der besonderen Art“. Am Donnerstag, den 19. Februar 2015 stellt er ihn im Literaturhaus Salzburg vor. Moderation: Bernhard Flieher, Beginn 19.30 Uhr.

Hier können Sie ein Porträt von O. P. Zier lesen, das Wolfgang Straub zum 60sten Geburtstag des Autors in der Literaturzeitschrift SALZ 158 veröffentlicht hat.

14 | Wilfried Steiner

„Das Wichtigste an einem Buch ist ein guter letzter Satz.“ Das ist der erste Satz in Wilfried Steiners neuem Roman. „Die Anatomie der Träume“, so der Titel, verhandelt eine komplexe Geschichte, die thematisch um Freuds Psychoanalyse und ihr kulturhistorisches Umfeld kreist: Konrad Pinetti ist Dramaturg in Wien und soll den Roman „Das Jahrhundert der Seele“ für die Bühne bearbeiten. Immer tiefer gerät in den Bann des Buches und seiner Autorin, der so bezaubernden wie geheimnisvollen Irene Augustin. „Steiner ist es gelungen, einen extravaganten, spannenden, aber schwierigen Stoff so originell und elegant zu gestalten, dass man ihm mit wachsendem Vergnügen und Interesse bis zur letzten Seite folgt.“ (Christian Schacherreiter in den OÖN) „Die Anatomie der Träume“ ist Wilfried Steiners dritter Roman über Künstler in der europäischen Moderne. In „Der Weg nach Xanadu“ (2001) beschäftigte er sich mit dem englischen Romantiker Samuel Taylor Coleridge, mit „Bacons Finsternis“ (2010) legte er einen Kunstkrimi vor, in dem ein verlassener Ehemann in die Bilderwelt von Francis Bacon flüchtet. In jedem dieser Romane gelingt Steiner die Verquickung verschiedener Ebenen, nimmt er den Leser mit in völlig unterschiedliche Welten. Die Interpretationen der Gemälde seien so fesselnd, dass man sie gleich noch einmal lesen möchte, diesmal mit einem Bacon-Katalog in der Hand, schrieb Florian Asamer über „Bacons Finsternis“. Wilfried Steiner, 1960 in Linz geboren, hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, neben den erwähnten Romanen auch Gedichtbände und Erzählungen. Im „Zivilberuf“ war Steiner zehn Jahre lang künstlerischer Leiter der ARGE Salzburg, seit 1999 ist er für die Bereiche Tanz/Theater/Kleinkunst/Literatur im Linzer Posthof verantwortlich.

Am Donnerstag, 12. Februar 2015, 19.30 Uhr wird der Roman im Literaturhaus Salzburg präsentiert, Ausschnitte liest Julia Stemberger. Moderation und Gespräch mit dem Autor: Sebastian Fasthuber.

13 | Margret Kreidl

„– garantiert nicht nur für Träumer!” empfiehlt Angelo Algieri Margret Kreidls neuestes Buch „Alphabet der Träume” (Edition Korrespondenzen, 2014) auf www.literturhaus.at. Die Autorin versammelt unter 364 Stichworten Nachtträume, Albträume und Lachträume, Wachträume, Wunschträume, Tagträume und Träumereien und mit der am 8. Jänner 2015 eröffneten Ausstellung im Literaturhaus Salzburg (bis 27. 2. 2015) können wir auch in Salzburg in aller Öffentlichkeit mitträumen – die „Traumtücher“ sind am Literaturhaus Salzburg außen veröffentlicht und die Ausstellung im Haus bringt eine Vielzahl von weiteren poetischen Grenzüberschreitungen.

Margret Kreidl, 1964 in Salzburg geboren, lebt nach Studienjahren in Graz seit 1996 als freie Schriftstellerin in Wien. Die vielfach ausgezeichnete Autorin arbeitet für Theater und Hörfunk, publiziert Lyrik und Prosa.

In der Literaturzeitschrift SALZ hat Margret Kreidl einen Beitrag zum Themenheft „Leben.Schreiben.Wohnen.“ verfasst, eine Reise vom Salzburgerischen Thalgau in die Franzensgasse 12 in Wien mit dem Titel „Vom Sparherd zum Betongold“.

12 | Hansjörg Zauner

Hansjörg Zauner liest bei der Präsentation von SALZ 158 am Mittwoch, den 17. Dezember 2014, im Café 220 Grad in der Chiemseegasse 5 um 19 Uhr.
Außerdem lesen Margarita Fuchs und Rupprecht Mayer.

Hansjörg Zauner

„zerschneiden das sprechen“ hieß eine der ersten Veröffentlichungen von Hansjörg Zauner, und man kann diesen Titel durchaus als programmatisch für sein Schreiben ansehen. Das war 1989. Seither hat Hansjörg Zauner zahlreiche Bücher veröffentlicht und seine Gedichte auf Kassetten und CDs eingesprochen. Er ist als Herausgeber von Zeitschriften und Anthologien tätig und wurde mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet. „Eigenwillig“ ist ein Wort, das oft verwendet wird, um sein Schaffen zu charakterisieren. Immer wieder konstatieren Kritiker, Zauners Lyrik breche oder löse etwas auf, Gewohnheiten der Sprache und der Wahrnehmung. „Man kann hier nicht bequem auf sprachliche Konvention oder bloßes Erzählen vertrauen. Der Text geht an unsere Vorstellungsgrenzen“, sagte Wolfgang Straub in seiner Laudatio, als Zauner 2009 den Rauriser Förderungspreis erhielt. Hansjörg Zauner bewegt sich in verschiedenen Kunstrichtungen, er dreht Super-8-Filme, fotografiert, zeichnet und montiert. Immer wieder führt er die Genres in einem Werk zusammen. Der Droschl Verlag hat einige handgebundene Ausgaben gestaltet, bei denen den Gedichtbänden graphische Arbeiten des Künstlers beiliegen. Dieser Umgang mit verschiedenen Mitteln und Materialien spiegelt sich auch auf abstrakte Weise in den Gedichten. So schrieb Evelyne Polt-Heinzl anlässlich der letzten Publikation mit dem Titel „sie ist im lieblingssong mit skistöcken als lächeln hängengeblieben“ (Ritter Verlag 2013), es ließe sich „ eine handgeführte Wackelkamera in der Tradition der Dogma-Filme ausmachen […] dazu ein Hubschrauber, der sich in die Wortfelder hineinverbohrt, dabei alles zerwirbelt und so die Relativität unserer Wahrnehmungen freilegt […] alles ist hier – wie in den beigefügten bildkünstlerischen Arbeiten Zauners – wirbelig, torkelt, purzelt und dreht sich spiralig oder propellerartig.“

Hansjörg Zauner liest bei der Präsentation von SALZ 158 am Mittwoch, den 17. Dezember 2014 im Café 220 Grad in der Chiemseegasse 5 um 19 Uhr.

Außerdem lesen Margarita Fuchs und Rupprecht Mayer.

11 | Max Blaeulich

„Der leere Kokon fühlte sich an, als hätte ich ein trockenes Blatt zerrieben. Alles kann zerrieben werden, Blätter, Puppen, Menschen, sogar ihre Geschichten. Die am häufigsten.“ So heißt es in Max Blaeulichs neuem Roman „Unbarmherziges Glück“ (Residenz Verlag). Darin erzählt der Autor die Geschichte von Frau Berta, im Rumänien der Zwischenkriegszeit geboren, von den Kriegswirren nach Österreich gespült, ein Leben voll Demütigung, Schmerz und Elend. Max Blaeulich ist ein großer Erzähler. In seiner zwischen 2005 und 2008 erschienen Trilogie „Menschenfresser“ malt er das Panorama eines Jahrhunderts des Schreckens. Vier Weiße machen sich auf nach Uganda. Ihr gemeinsames Interesse gilt dem Wilden, dem Monströsen, dem Afrika der Menschenfresser. Sie betreiben rassenkundliche Forschungen und verschleppen zwei ihrer Diener nach Europa. „Er lässt uns nicht nur in den Spiegel schauen, er sagt uns auch noch, wie hässlich wir sind, wie verkommen, wie fadenscheinig alle Bemäntelungen, wie durchscheinend unser ganzes zivilisatorisches Make-up“, so Günther Eisenhuber über Max Blaeulich.
Blaeulich wurde 1952 in Salzburg geboren. Er absolvierte eine Lehre als Großhandelskaufmann und studierte Germanistik und Kunstgeschichte.  Heute betreibt er ein Antiquariat in Salzburg und ist als Schriftsteller und bildender Künstler tätig. Blaeulichs Arbeit als bildende Künstler und Literat bedingen einander. Seine „Schreibmaschine“, ein mit Bleistiften bestücktes Fahrrad, das elektrisch betrieben Zeichen auf Papier hinterlässt, war im Rupertinum ausgestellt. Und auch dies ist nur ein Beispiel aus dem umfassenden literarischen und bildnerischen Werk von Max Blaeulich, das in all seinen Aspekten die Auseinandersetzung lohnt.

10 | Georg Trakl

Zum 100. Todestag von Georg Trakl am 3. 11. 2014 gibt es eine Reihe von Veranstaltungen – besonders hinweisen möchten wir auf den Tag der Lyrik am Montag (3. 11. 2014). Es lesen Christoph W. Aigner, Michael Donhauser, Christian Lorenz Müller, Petra Nagenkögel, Ferdinand Schmatz, Julian Schutting, Michael Burgholzer, Hans Raimund, Christoph W. Bauer, Mirko Bonné, Norbert Hummelt und Tom Schulz. Am Abend tragen sie ihr Lieblingsgedicht von Georg Trakl vor und kommentieren es literarisch (20 Uhr im Salzburg Museum).

Wir veröffentlichen zum Anlass nochmals die Salzburg Gedichte von Georg Trakl.

Georg Trakl (* Salzburg 3. 2. 1887, † Krakau 3. 11. 1914)

Georg Trakl verbrachte den Großteil seines kurzen Lebens in der Stadt, die seine lyrische Bild- und Sprachwelt formte, auch wenn er ein kritisches Verhältnis zu Salzburg hatte. Er zählt mit seinem schmalen Werk zu den bedeutendsten Dichtern der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts, seine Lyrik hat bis heute Einfluss auf Autorinnen und Autoren.

Bis zu seinem 21. Lebensjahr lebte er in Salzburg. Auch später kam er immer wieder für unterschiedlich lange Aufenthalte hierher zurück. Prägende Erfahrungen der Kindheit und Jugend sind daher mit Orten in dieser Stadt verbunden und haben ihren Niederschlag in seinen Gedichten gefunden. (Siehe die neun Gedichttafeln in Salzburg „Georg Trakl – die ,Salzburger‘ Gedichte“.)

Geboren ist Georg Trakl im sogenannten „Schaffnerhaus“ (Waagplatz 1a, Sitz der Georg-Trakl-Forschungs- und Gedenkstätte). 1893 kaufte der Vater das Haus gegenüber am Mozartplatz (ehem. Café Glockenspiel) und eröffnete dort eine Eisenhandlung. In der weitläufigen Wohnung verbrachte Georg Trakl mit fünf Geschwistern seine späte Kindheit und Jugendzeit. Volksschule und Staatsgymnasium lagen in der Nähe am Universitätsplatz. Trakl war kein guter Schüler, nach der 7. Klasse Gymnasium brach er die Schule ab und begann eine dreijährige Praxis in der Apotheke „Zum weißen Engel“ in der Linzergasse.

1908 – 1910 studierte Georg Trakl Pharmazie in Wien, 1911 absolvierte er dort seinen Militärdienst, 1912 wechselte er zum Probedienst als Militärapotheker in das Innsbrucker Garnisonsspital.

Am 24. August 1914 ging er als Medikamentenakzessist mit einer Innsbrucker Sanitätskolonne in den Krieg nach Galizien. Nach der Schlacht bei Grodek unternahm er einen Selbstmordversuch und wurde in der Psychiatrischen Abteilung des Krakauer Garnisonsspitals unter Beobachtung gestellt. Dort starb Georg Trakl am 3. November 1914 an den Folgen einer Überdosis Kokain an Herzlähmung.

Georg-Trakl-Forschungs- und Gedenkstätte
Montag – Freitag (werktags): 14 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung (Tel.: +43 662/ 845 346) nur mit Führung!

09 | Teresa Präauer

Teresa Präauer wagt ein Literatur-Kunst-Experiment: in ihrem soeben erschienener Roman Johnny und Jean (Wallstein) lässt sie die beiden titelgebenden Protagonisten, zwei junge, mehr oder weniger erfolgreiche Künstler sich im hart umkämpften Feld des Kunstmarktes beweisen.

Teresa Präauer, 1979 in Linz geboren, hat Germanistik und Malerei in Salzburg studiert. Text und Bild stehen bei Präauer nicht unbedingt in einer dekorativen oder rein illustratorischen Beziehung. In ihrer ersten Publikation Taubenbriefe von Stummen an anderer Vögel Küken von 2009 (Edition Krill) etwa werden Bilder und Texte von und zu Vögeln zu einer Art Gebrauchskunst gefügt, das Postkartenbuch lädt dazu ein, einzelne, herausgetrennte Kunstwerke auf die Reise zu schicken. Der gefiederten Fauna treu bleibend, illustriert Teresa Präauer 2009 das Kinderbuch Die Gans im Gegenteil (Verlag Hoffmann & Campe), die schräge Geschichte dazu stammt von Wolf Haas. 2011 schlägt sich Teresa Präauer quasi auf die Seite des Textes, für den Katalog Wilde Hunde (Verlag Artbook) entwirft sie ein regelrechtes Bestiarium zu den Tierarbeiten des Salzburger Künstlers Erich Gruber. Für ihren ersten Roman schließlich, der 2012 im Wallstein Verlag erscheint, holt sich die Autorin die Vögel ins Buch. Für den Herrscher aus Übersee erzählt die Geschichte zweier Geschwister, die unter Anweisung des Piloten-Großvaters Fluggeräte zum Anziehen bauen; erzählt aus der Perspektive einer Fliegerin im Leichtfluggerät, die mit einer Gänseschar im Schlepptau das Geschehen am Boden überblickt. Die kluge Leichtfüßigkeit und charmante Flunkerei in Für den Herrscher aus Übersee hat vor zwei Jahren Literaturkritiker und vor allem die Jury des Aspekte-Literaturpreises überzeugt.

(Magdalena Stieb, Auszug aus der Einleitung zur Lesung von Teresa Präauer zur 50-Jahr-Feier der Germanistik am 15. Oktober 2014)

Lesung Teresa Präauer, 27. Oktober 2014 um 19 Uhr 30 in der Galerie 5020 (Residenzplatz 10) auf Einladung des Literaturforums Leselampe

08 | Wolfgang Wenger

 

Wolfgang Wenger veröffentlicht seit 1990, bisher 2 Romane, Kurzprosa, Lyrik, Jungend- und Kinderbücher. Zuletzt erschien der Fantasy-Roman „Die Insel der verschwundenen Klänge“ (Edition Tandem, 2012). Wolfgang Wenger, 1962 geboren, arbeitet als Lehrer in St. Johann, erhielt den Rauriser Förderungspreis und den Salzburger Lyrikpreis.

Im neuen SALZ – Zeitschrift für Literatur zum Thema „Leben.Schreiben.Wohnen“ hat Wolfgang Wenger ein Prosastück veröffentlicht „Das gelbe Zimmer“ – eine Spukgeschichte, könnte man sagen, in der Fotos und Uhren verschwinden, aber „das ist nur Zufall. … Gebäude haben kein Eigenleben, sie bewohnen nur Menschen. Katzen hingegen werden von Häusern niemals bewohnt.“ heißt es im Text.

Im SALZ Leben.Schreiben.Wohnen sind 15 literarische Texte zum Thema versammelt, von poetischen Wohn-Biographien bis zu tragikomischen Wohn-Geschichten, u. a. von Friederike Mayröcker, Jan Böttcher, Anna Kim und Margit Schreiner.

Am Mittwoch präsentiert Christa Gürtler die SALZ-Ausgabe im AREA Showroom, Bayerhamerstraße 5 um 19 Uhr, Dorit Ehlers liest Textausschnitte.

Einfach vorbeikommen und eintauchen in die unterschiedlichsten Wohnwelten. Im Anschluss lädt AREA zu Snacks und Getränken.

07 | Kathrin Röggla

Eine der erfolgreichsten Salzburger Autorinnen haben wir für den Sommer ausgesucht – Kathrin Röggla. Viel Lesefreude bei den „Kleineren Abstrichen“ als E-Book.

Kathrin Röggla ist 1971 in Salzburg geboren, wo sie auch ihr Studium der Germanistik und Publizistik begann, dass sie nach ihrem Umzug nach Berlin dort fortsetzte und „1999 erfolgreich abbrach“ (Kathrin Röggla). Seit ihrem ersten Prosaband „niemand lacht rückwärts“ (1995) „gilt sie als sprachbewusste Autorin, die sich mit Witz und Komik der Alltagsrealität nähert und vorgegebenen Denk- und Sprachmustern ebenso misstraut wie vorgefertigten Lebensläufen“. (Christa Gürtler, KLG) Kathrin Röggla verfasst Romane, Kurzprosa, Hörspiele, Radioarbeiten, seit 2002 auch Theatertexte, uraufgeführt an großen Bühnen. Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin gehört zu den erfolgreichsten Salzburger Autorinnen. „Ihr Blick richtet sich auf aktuelle gesellschaftliche Realitäten, ihr Schreiben sieht sie als Möglichkeit des Widerstands, wie in ihrem Roman ,die alarmbereiten‘ (2010), einem literarischen Plädoyer gegen die zunehmende medial erzeugte Katastrophenstimmung.“ (Christa Gürtler, Frauen in Salzburg)