49 | Thomas Mulitzer

Ausgangspunkt ist die Reise eines jungen Mannes in das Gebirgsdorf Weng, um dort dem berühmten Schriftsteller und seinem Wirken nachzuspüren. Ein maßgeblicher Konnex zwischen den beiden Werken besteht durch realhistorische Begebenheiten und Schauplätze. Bernhard Roman „Frost“ klingt nicht nur im Titel von Thomas Mulitzers Debütroman an, es finden sich außerdem Ähnlichkeiten in der Erzählweise, die vor allem im ersten Kapitel gut ersichtlich sind, indirekte Zitate und Anspielungen. Was als Hommage an einen der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren beginnt, verselbstständigt sich schnell: Der Ich-Erzähler versucht die Vergangenheit des Ortes greifbar zu machen und Bernhard darin zu verorten, auch ein Stück weit, um die eigene Existenz zu bewältigen. Mulitzer erschafft ein dichtes Netz aus Fiktion und realen Ereignissen, formuliert Kritik am Literaturbetrieb, am Ausschlachten einer Berühmtheit und widmet sich philosophisch anmutenden Sequenzen.

Thomas Mulitzer, geboren im im Pongau, arbeitet als Texter, Lektor und Musiker in Salzburg und kennt die Schauplätze aus „Frost“ aus eigener Erfahrung. Er versucht die Wege des Autors nachzuzeichnen und begibt sich in „Tau“ auf die Suche nach der Vergangenheit.

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