31 | Christoph Janacs

In seinem neuen Band „Kains Mal. Gedichte und Marginalien“ (Verlag Berger, 2016) haben wir Teil an Christoph Janacs’ Dekonstruktion persönlicher Glaubensvorstellungen. Damit wird den Leserinnen und Lesern sicherlich kein leichtes Stück Lektüre vorgelegt, vielmehr fordern die Texte zu existenzieller Kritik heraus. Was in Literatur, Philosophie, Theologie, Kunst und allen anderen Kompensationsformen der westlichen Kulturgeschichte nicht Platz hat, könnte auch in den Miniaturen von Christoph Janacs nur jede Form und Grenze sprengen. Mit Heinrich von Kleist, Jean Paul, Augustinus, Samuel Beckett, Peter Handke und vielen anderen auf den Fahnen bleibt das intellektuelle Streitgespräch mit einer (in diesem Fall alttestamentarisch-christlichen) Gottesfigur auch heute aktuell.  In Zeiten, in denen Kriege und Gewalttaten unter religiösem Vorwand angezettelt werden, kann es die Aufgabe der Literatur sein, durch Tradition und auch durch Kunst eingeschliffene Vorstellungen und Formen aufzubrechen.

Christoph Janacs, geboren 1955 in Linz/OÖ, lebt und arbeitet als Schriftsteller und Übersetzer in Niederalm/Salzburg. Neben Lehraufträgen an der Universität Salzburg leitet Janacs Schreibwerkstätten und ist Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung (GAV).

Am Donnerstag, 17.3.2016 liest Christoph Janacs um 19.30 Uhr im Literaturhaus Salzburg gemeinsam mit den Lyrikern Regina Hilber und Jopa Jotakin aus neuen Büchern. 

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