10 | Georg Trakl

Zum 100. Todestag von Georg Trakl am 3. 11. 2014 gibt es eine Reihe von Veranstaltungen – besonders hinweisen möchten wir auf den Tag der Lyrik am Montag (3. 11. 2014). Es lesen Christoph W. Aigner, Michael Donhauser, Christian Lorenz Müller, Petra Nagenkögel, Ferdinand Schmatz, Julian Schutting, Michael Burgholzer, Hans Raimund, Christoph W. Bauer, Mirko Bonné, Norbert Hummelt und Tom Schulz. Am Abend tragen sie ihr Lieblingsgedicht von Georg Trakl vor und kommentieren es literarisch (20 Uhr im Salzburg Museum).

Wir veröffentlichen zum Anlass nochmals die Salzburg Gedichte von Georg Trakl.

Georg Trakl (* Salzburg 3. 2. 1887, † Krakau 3. 11. 1914)

Georg Trakl verbrachte den Großteil seines kurzen Lebens in der Stadt, die seine lyrische Bild- und Sprachwelt formte, auch wenn er ein kritisches Verhältnis zu Salzburg hatte. Er zählt mit seinem schmalen Werk zu den bedeutendsten Dichtern der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts, seine Lyrik hat bis heute Einfluss auf Autorinnen und Autoren.

Bis zu seinem 21. Lebensjahr lebte er in Salzburg. Auch später kam er immer wieder für unterschiedlich lange Aufenthalte hierher zurück. Prägende Erfahrungen der Kindheit und Jugend sind daher mit Orten in dieser Stadt verbunden und haben ihren Niederschlag in seinen Gedichten gefunden. (Siehe die neun Gedichttafeln in Salzburg „Georg Trakl – die ,Salzburger‘ Gedichte“.)

Geboren ist Georg Trakl im sogenannten „Schaffnerhaus“ (Waagplatz 1a, Sitz der Georg-Trakl-Forschungs- und Gedenkstätte). 1893 kaufte der Vater das Haus gegenüber am Mozartplatz (ehem. Café Glockenspiel) und eröffnete dort eine Eisenhandlung. In der weitläufigen Wohnung verbrachte Georg Trakl mit fünf Geschwistern seine späte Kindheit und Jugendzeit. Volksschule und Staatsgymnasium lagen in der Nähe am Universitätsplatz. Trakl war kein guter Schüler, nach der 7. Klasse Gymnasium brach er die Schule ab und begann eine dreijährige Praxis in der Apotheke „Zum weißen Engel“ in der Linzergasse.

1908 – 1910 studierte Georg Trakl Pharmazie in Wien, 1911 absolvierte er dort seinen Militärdienst, 1912 wechselte er zum Probedienst als Militärapotheker in das Innsbrucker Garnisonsspital.

Am 24. August 1914 ging er als Medikamentenakzessist mit einer Innsbrucker Sanitätskolonne in den Krieg nach Galizien. Nach der Schlacht bei Grodek unternahm er einen Selbstmordversuch und wurde in der Psychiatrischen Abteilung des Krakauer Garnisonsspitals unter Beobachtung gestellt. Dort starb Georg Trakl am 3. November 1914 an den Folgen einer Überdosis Kokain an Herzlähmung.

Georg-Trakl-Forschungs- und Gedenkstätte
Montag – Freitag (werktags): 14 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung (Tel.: +43 662/ 845 346) nur mit Führung!

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