Präauer_pingeborgTeresa Präauer, 1979 in Linz geboren, hat Germanistik und Malerei in Salzburg studiert. Text und Bild stehen bei Präauer nicht unbedingt in einer dekorativen oder rein illustratorischen Beziehung. In ihrer ersten Publikation Taubenbriefe von Stummen an anderer Vögel Küken von 2009 (Edition Krill) etwa werden Bilder und Texte von und zu Vögeln zu einer Art Gebrauchskunst gefügt, das Postkartenbuch lädt dazu ein, einzelne, herausgetrennte Kunstwerke auf die Reise zu schicken. Der gefiederten Fauna treu bleibend, illustriert Teresa Präauer 2009 das Kinderbuch Die Gans im Gegenteil (Verlag Hoffmann & Campe), die schräge Geschichte dazu stammt von Wolf Haas. 2011 schlägt sich Teresa Präauer quasi auf die Seite des Textes, für den Katalog Wilde Hunde (Verlag Artbook) entwirft sie ein regelrechtes Bestiarium zu den Tierarbeiten des Salzburger Künstlers Erich Gruber. Für ihren ersten Roman schließlich, der 2012 im Wallstein Verlag erscheint, holt sich die Autorin die Vögel ins Buch. Für den Herrscher aus Übersee erzählt die Geschichte zweier Geschwister, die unter Anweisung des Piloten-Großvaters Fluggeräte zum Anziehen bauen; erzählt aus der Perspektive einer Fliegerin im Leichtfluggerät, die mit einer Gänseschar im Schlepptau das Geschehen am Boden überblickt. Die kluge Leichtfüßigkeit und charmante Flunkerei in Für den Herrscher aus Übersee hat vor zwei Jahren Literaturkritiker und vor allem die Jury des Aspekte-Literaturpreises überzeugt.

Jetzt hat Teresa Präauer ein neues, ganz anderes Literatur-Kunst-Experiment gewagt, in ihrem soeben erschienen Roman Johnny und Jean (Wallstein) lässt sie die beiden titelgebenden Protagonisten, zwei junge, mehr oder weniger erfolgreiche Künstler sich im hart umkämpften Feld des Kunstmarktes beweisen. (Magdalena Stieb, Auszug aus der Einleitung zur Lesung von Teresa Präauer zur 50-Jahr-Feier der Germanistik am 15. Oktober 2014)

Lesung Teresa Präauer, 27. Oktober 2014 um 19 Uhr 30 in der Galerie 5020 (Residenzplatz 10) auf Einladung des Literaturforums Leselampe