06 | H. C. Artmann

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„Es gibt einen Satz, der unangreifbar ist, nämlich der, daß man dichter sein kann, ohne auch irgendjemals ein Wort geschrieben oder gesprochen zu haben.“ H. C. Artmann (aus Acht-Punkte-Proklamation des poetischen actes)

Die erste Buchveröffentlichung med ana schwoazzn dintn. gedichta aus bradnsee (Otto Müller Verlag Salzburg) machte Artmann 1958 bekannt. Darin entdeckte er die Mundart als künstlerisches Ausdrucksmittel neu. Legendär wurde auch seine 1999 erschienen Asterix-Übertragung ins Wienerische Asterix oes Legionäa. Der Dialekt ist aber nur ein Aspekt von Artmanns umfangreichem Werk. Er schrieb Dramen und Gedichte, beschäftigte sich mit mittelalterlichen Balladen und spanischer Literatur und übersetzte aus vielen verschiedenen Sprachen.
Hans Carl Artmann wurde am 12. Juni 1921 im Wiener Vorort Breitensee als Sohn eines Schuhmachers geboren. Er wurde zur Wehrmacht eingezogen und 1941 verwundet, 1945 kam er in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Nach 1945 lebte er in Wien, betätigte sich im Umfeld der Literaturzeitschrift „Neue Wege“ und war Mitbegründer der Wiener Gruppe, von der er sich 1958 distanzierte.
Artmann unternahm ausgedehnte Reisen durch Europa, lebte in Schweden und in Berlin, ab 1972 in Salzburg. In Salzburg war er wesentlich an der Gründung des Literaturhauses Salzburg beteiligt, der Platz vor dem Literaturhaus trägt seinen Namen. In seinen letzten Jahren lebte er aus gesundheitlichen Gründen in Wien. 1972 heiratete er die Dichterin Rosa Pock.
H.C. Artmann erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, u. a. 1974 den Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur und 1997 den Georg-Büchner-Preis.
H.C. Artmann starb am 4. Dezember 2000 in Wien.

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